Töpferei Helfrich
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Herzstück der Töpferei ist der 120 Jahre alte Brennofen.
Er ist mit 140 m3 ungewöhnlich groß und einer der letzten Kannenöfen, der im Westerwald in seiner Art noch betrieben wird.
Der Ofen befindet sich direkt im Erdgeschoss unserer Töpferei. Wegen seiner Ausmaße wurde das Gebäude damals quasi um ihn herum gebaut.




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Das Bestücken des Ofens erfordert Maßarbeit - Turm für Turm, Reihe für Reihe.
Jeder Turm ist bis zu 3 m hoch. Ist der Ofen voll, wird der Eingang zugemauert.
Seit der Inbetriebnahme Ende des 19. Jh. wurde der Ofen zunächst mit Holz und Kohle geheizt
- ein mühsames Unterfangen. Heute benutzen wir Erdgas.
Der Brennvorgang dauert etwa eine Woche, wobei am Ende Temperaturen von bis zu 1250 Grad Celsius erreicht werden.



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Ist die höchste Temperatur erreicht wird das Salz in den Ofen gegeben. Es verdampft in der Hitze, legt sich über die Gefäße und ergibt die typische Westerwälder Salzglasur.

Zum anschließenden Abkühlen werden die Steine des zugemauerten Eingangs nach und nach mit einer langen Eisenstange wieder entfernt. Jetzt bekommt die Ware ihre charakteristische Braunfärbung. Die Abkühlphase dauert einige Tage.




Durch die Größe des Brennofens variieren die Bedingungen beim Brand. Das erzeugt eine Farbpalette vieler Schattierungen. Die braun-blaue Salzglasur entsteht absolut bleifrei und macht unsere Gartenkeramik frostsicher, säurebeständig und unempfindlich gegen Chemikalien.